Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland wächst unaufhörlich. Wie wichtig sie für die Wertschöpfung und Jobschaffung ist, verdeutlichen die neuesten Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die Gesundheitswirtschaft trägt maßgeblich zur Wertschöpfung bei
350 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung erzielte Deutschlands Gesundheitswirtschaft im Jahr 2017; Deutschlands Vorzeigebranche, die Automobilindustrie, erreichte eine Bruttowertschöpfung von 124 Milliarden Euro (2015); der Tourismus trug 100 Milliarden Euro (2017) Bruttowertschöpfung zum BIP bei. Die Bruttowertschöpfung misst alle erzeugten Waren und Dienstleistungen, abzüglich des Werts der Vorleistungen, also Rohstoffe oder Zwischenprodukte.

Die Gesundheitswirtschaft stärkt den gesamten Standort Deutschland
Die Gesundheitswirtschaft bezieht Vorleistungen im Wert von insgesamt 231 Milliarden Euro. Diese kommen zu 40% aus der Gesundheitswirtschaft selbst. Das produzierende Gewerbe erbringt 26% der Vorleistungen. 3,1% der Vorleistungen, bzw. 7,2 Milliarden Euro stammen aus der Informations- und Kommunikationsbranche.

Die Gesundheitswirtschaft ist ein Jobmotor
Die Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,3 Millionen Menschen; das entspricht 16,6% aller Beschäftigten in Deutschland. Seit 2006 hat die Branche 1,4 Millionen neue Jobs geschaffen. UND: Für jeden direkten Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft entstehen weitere 0,56 Erwerbstätige in der Gesamtwirtschaft

Zum Vergleich: Die Automobilindustrie beschäftigt 820.000 Mitarbeiter; im Tourismus arbeiten 3 Millionen Menschen.

Die Gesundheitswirtschaft wächst 1% stärker als die Gesamtwirtschaft
Das durchschnittliche Wachstum der Gesundheitswirtschaft liegt bei 3,8% (2006-2017); die Gesamtwirtschaft ist im gleichen Zeitraum um 2,8% gewachsen. Der Anteil am BIP ist durch das konstante Wachstum von 10,7% (2006) auf 11,9% (2017) gestiegen. Dabei ist die Branche krisenfest: Selbst 2009, im Jahr der Finanzkrise, verzeichnete sie ein positives Wachstum.

Die Gesundheitswirtschaft wird immer globaler; Importe und Exporte steigen
Der Anteil an den Gesamtexporten der Bundesrepublik liegt bei 8,4% (2017) – das entspricht 126 Milliarden Euro und einem Wachstum von 64 Milliarden Euro seit 2006. Der Anteil an den Gesamtimporten liegt bei 8,5% – das entspricht 103,7 Milliarden Euro; damit ist die Gesundheitswirtschaft für 8% des deutschen Außenhandelsüberschusses von insgesamt 249 Milliarden Euro (2017) verantwortlich. Allerdings sind die Importe ebenfalls konstant gewachsen und haben sich seit 2006 verdoppelt.

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Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie // Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen, 2017